Ostern zu Hause – Ideen für ein buntes Fest

Ostern bleiben wir aus aktuellem Anlass zu Hause. Also haben wir uns überlegt, wie man sich und die Familie bei Laune halten kann, wenn alle Ostern zu Hause verbringen. Wir haben im Team Ideen für Ostern gesammelt und haben uns mal die Osterbräuche in den verschiedenen Regionen von Deutschland vorgenommen!

Ostern zu Hause mit Ostereier-Spielen aus der Pfalz

Ostern zu Hause beim Osterfrühstück

Logisch, dass zu Ostern auch bunt bemalte Ostereier gehören, die die Eltern dann für ihre Kids verstecken. Aber Antje aus dem sleeperoo Team hat noch ein paar mehr Ostereier-Bräuche aus der Pfalz auf Lager. Mit denen könnt ihr Ostern zu Hause kreativ gestalten: „Unser Frühstückstisch am Ostersonntag war immer schön mit Frühlingsblumen und bunten Eiern dekoriert. Bevor wir anfingen zu essen, ging es ans „Oiaboxen“, also Eierboxen. Jeder nahm ein hart gekochtes Osterei in die Hand. Reihum schlugen dann zwei Tischnachbarn ihre Eier Spitze an Spitze aufeinander. Blieb ein Ei dabei unbeschädigt, durfte der stolze Besitzer das angeknackste Ei des Gegners einkassieren. Wer zum Schluss die meisten Eier hatte, war „Box-König“. Nach dem Frühstück ging die ganze Familie auf den nächsten Hügel. Jeder war bewaffnet mit mindestens einem hart gekochten Osterei. Auf Kommando ließen dann alle ihre Eier gleichzeitig den Hügel runterkullern. Das Ei, das am weitesten rollte, hatte gewonnen. Übrigens ist Antjes liebster Spot für eine außergewöhnliche Erlebnisnacht in der Pfalz der Reptilienzoo in Landau. Ganz schön exotisch!

Osterwasser in der Lüneburger Heide

Osterwasser schöpfen - Ostern zu Hause

Amy aus unserem Team erzählt eine ganz spezielle Ostergeschichte. Sie könnte zu einem morgendlichen Ausflug animieren. Auch wenn Ostern zu Hause stattfindet: „Meine Freundin und ich waren etwa acht Jahre alt. Am Ostersamstag kam sie ganz aufgeregt zu mir nach Hause. Ihre Großmutter hatte ihr nämlich gerade etwas Spannendes erzählt: „Du musst dir am Ostersonntag vor Sonnenaufgang das Gesicht in einem klaren Bach waschen! Dann bleibst du für immer jung und schön! Du darfst dabei aber kein einziges Wort sprechen.“ Jung war für uns nicht das Thema. Aber SCHÖN wollten wir natürlich beide sein. Was für eine Aussicht! Klammheimlich sind wir am Ostersonntag ganz früh morgens mit den Rädern losgefahren. In einem kleinen Bach in der Nähe haben wir uns die Gesichter gewaschen. Sicherheitshalber auch noch den Hals! Dann sind wir schweigend zurück nach Hause. Ich bin sofort ins Badezimmer vor den Spiegel gelaufen. Nichts! Ich konnte überhaupt keine Veränderung in meinem Gesicht erkennen. Was für eine bodenlose Enttäuschung! Nach dem Sonntagsfrühstück rannte ich rüber zu meiner Freundin. Auch sie sah aus wie immer. Damals hat uns dieses Osterwasser-Erlebnis maßlos enttäuscht. Eine unvergessliche Kindheitserinnerung ist es trotzdem geblieben!” Amys liebster Spot in der Lüneburger Heide ist das sleeperoo im historischen Museumsdorf Hösseringen.

Osterreiten im Vogtland in Sachsen

Ostern zu Hause - hoch zu Ross

Kathrin war zu Ostern oft zu Besuch bei ihren Großeltern in einem kleinen Dorf im Vogtland. „Am Ostermorgen schmiss sich mein Großvater immer in Schale: In Frack und Zylinder stieg er auf das Pferd vom Nachbarn. Mit den anderen Männern des Dorfs traf er sich dann zum traditionellen Osterreiten. Ich war als kleines Mädchen unglaublich stolz auf meinen Opa. Bevor die Osterreiter das Dorf verließen, umrundeten sie drei Mal die kleine Kirche am Marktplatz. Wir Kinder standen am Straßenrand und versuchten die Bonbons und Schokoeier zu fangen, die uns die Reiter zuwarfen. Im Nachbarort hielt die Parade an jedem Haus an. Und die Reiter bekamen jedesmal ein Schnäpschen eingeschenkt. Mein Opa war am Abend dann immer ausgesprochen lustig. Mir gefiel das, meiner Oma nicht so sehr.“  Kathrin verriet uns natürlich auch ihren Lieblings-Spot im Vogtland: Auf einer Wildkräuterwiese beim Landhaus Marienstein.

Osterfeuer in Herford, in Westfalen

Osterfeuer gehören natürlich in vielen Orten zum Fest dazu. Die erhellen auch dieses Jahr unsere Stimmung, wenn wir Ostern zu Hause bleiben. Ich habe nie größere Osterfeuer gesehen, als in meiner Heimatstadt Herford in Westfalen. Schon Monate vorher sammelten fleißige Helfer im Wald trockene Äste und Zweige. Wieder andere schichteten das Holz kurz vor Ostern auf zu einem riesigen Haufen. Am Abend vom Ostersamstag lehnten dann zwei besonders Mutige eine lange Leiter an den Holzhaufen. Dann kletterten sie mit einer lebensgroßen Strohpuppe, dem „aulten Winter“, also dem alten Winter hoch auf den Haufen. Der Winter musste erst mal in Flammen aufgehen, um dem Frühling Platz zu machen.  Ich will unbedingt als nächstes mitten auf einem Golfplatz bei Herford eine Erlebnisnacht verbringen – und am nächsten Morgen einen Schnupperkurs buchen!

Wir bleiben Ostern also zu Hause, macht ein rundum buntes und fröhliches Fest draus!

Eure Jutta

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