Alleinreisen – einfach mal testen mit einem Kurztrip!

Ja, ok, es gibt immer mehr Menschen, die das Alleinreisen für sich entdeckt haben. Du kannst Reiseziel und –zeit planen, ohne dass du Rücksicht auf einen Partner nehmen musst. Wenn du willst, lässt du deine Pläne aber am Zielort auch links liegen, falls dich spontan etwas Interessanteres lockt. Das Zauberwort heißt also FREIHEIT. Doch außerdem bietet das Alleinreisen dir die schöne Chance, dich selbst in fremder Umgebung ganz neu zu entdecken und wahrzunehmen. Alles fein, aber was ist mit Einsamkeitsattacken? Was ist mit den Gefahren, denen du als Solo-Abenteurer vielleicht ausgesetzt bist?

Alleinreisen – nur was für Reiseprofis oder auch für dich?

Alleinreisen, das Abenteuer mit sich selbst

Welterfahrene Reiseblogger und -bloggerinnen räumen immer wieder mit diesen Vorurteilen und Ängsten auf. Für sie überwiegen die Vorteile: So stärkt Alleinreisen das Selbstbewusstsein. Denn du überwindest Hindernisse ganz allein. Außerdem kommst du beim Alleinreisen viel leichter in Kontakt mit anderen Menschen. Das nette Gespräch mit der Frau hinterm Tresen des kleinen Cafés. Oder der Typ mit dem SUP-Board, der dir ohne zu zögern seinen Lieblingsspot am See verrät. Viele Menschen, die auf Alleinreisen schwören, erzählen, dass sie schöne Momente ganz anders genießen. Einfach, weil nichts und niemand sie ablenkt. Alle Sinne sind hellwach, so dass Farben, Gerüche und Geräusche viel intensiver wahrgenommen werden. Ist Alleinreisen was für dich? Ehrlich gesagt, auch hier gilt wie so oft: Versuch macht klug! Unser heißer Tipp: Teste mal einen Kurztrip für eine Nacht an einem besonders schönen Ort deiner Wahl. Hier kannst du gleich mal nach einem Lieblingsort stöbern:

Willst du erfahren, wie es sleeperoo-Fan Frank Collatz bei seinem Kurztrip als Alleinreisender ergangen ist? Er war spontan in Malente, zwischen Blumenmeer und Seenlandschaft unterwegs.

Allein im Cube – ein Erlebnisbericht aus Malente am Dieksee

Alleinreisen testen! Kurztrip Malente

Ja, es war bei der Buchung ganz anders geplant. Ein Kurztrip nach Malente in Holstein mit einer gemeinsamen Erlebnisnacht im sleeperoo. Aber Lebensumstände und- entwicklungen sind nun einmal schlecht vorauszusehen. Also stand ich vor der Entscheidung: Absagen oder Alleinreisen. Bis zwei Tage vor dem Trip war ich noch unentschlossen, dann kam aber der Gedanke: „Was soll´s – vielleicht ist das ja ein kleines Abenteuer – nur me, myself and I.“ Also Sachen packen – aber was sollte ich mitnehmen? Natürlich war im sleeperoo-Schreiben alles erwähnt, was man für den Kurztrip unbedingt braucht. Doch welche persönlichen Dinge mussten mit? Klar, das Buch, das schon seit 3 Monaten angelesen auf dem Nachttisch lag, eine Cola für den Zuckerbedarf zwischendurch und natürlich die obligatorische Powerbank.

Ankunft in Malente: Das Tourismusbüro war schnell gefunden. Der Check-In ging freundlich und unkompliziert über die Bühne. Noch kurz die Kurtaxe bezahlt und dann wurde mir das erste Mal bewusst, welche Ruhe mich erwarten würde – und zwar bei den netten Worten: „Und hier ist der Schlüssel zum Kurpark, ab 19.30 Uhr wird der nämlich abgeschlossen!“
Abgeschlossen??? Der ganze Park für mich allein?? Dann mal los!
Bei Rausgehen sah ich noch das Plakat für „Dieksee in Flammen“, das große Feuerwerk über dem Wasser. Super – das passte ja optimal. Das Abendprogramm war schon mal gesichert.

Ganz allein auf der Luisenhöhe in Malente

Luisenhöhe Malente Kurpark

Jetzt aber ab zum sleeperoo Cube. Treppenstufe um Treppenstufe ging es nach oben zur Luisenhöhe. Und da tauchte er auf – der Cube. Allein auf der Anhöhe, weiß, futuristisch, von Bäumen umgeben. Zwei Stühle davor – ja, man hatte netterweise an den Besuch von zwei Personen gedacht. Gepäck abstellen und ran ans Zahlenschloss. Aufgemacht und erst mal die Matratze getestet – sehr bequem! Schön, der Blick durch die Bäume auf den See. Ein paar mal tief durchgeatmet – da war ich jetzt also. Und was macht der Gast als erstes? Natürlich das Gastgeschenk auspacken – hier in Form der Chillbox: Einige Snacks, Apfelsaft, Wein, Wasser, zwei Pappbecher. Okay – die Idee, dass jemand allein kommt, ist wohl eher ungewöhnlich. Passt also zu mir, lach!

Nette Begegnungen inklusive – Alleinreisen bringt Kontakte

Alleinreisen mit netten Kontakten

In Ermangelung von Mittagessen – ich war vormittags noch in Dänemark zum Tauchen gewesen – fiel ich über die Tüte mit dem aufgepoppten Obst und über weitere Kleinigkeiten her. Aufgestützt liegend mit dem Blick in die Ferne. Dann mal Positionswechsel – raus aus dem Cube, ab auf den Stuhl. Und schon kamen die ersten Gesprächspartner. Ein Pärchen wollte es genauer wissen: „Schlafen Sie hier?“ Das war die Einleitung zu einem netten Small Talk. Die beiden kannten sich in der Gegend aus. Also kriegte ich gleich noch Restaurantempfehlungen für das Abendessen. Diese Begegnung war nur eine von vielen. Und ich glaube, dass es auch mit dem Alleinreisen zu tun hatte, dass ich so schnell mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch kam.

Grandioses Feuerwerk über dem Dieksee

Dieksee bei Malente

Jetzt wollte ich noch eine Runde durch den Ort drehen. Aufgrund des Festes und der Ferienzeit war Malente schon sehr voll. Sprich viele Touristen. Also suchte ich mir ein Café, um in Ruhe die vorbeigehenden Leute zu beobachten. Eine Apfelschorle später ging es dann Richtung Italiener. Klare Empfehlung: Restaurant La Grotta. Hier begrüßte mich die Chefin herzlich und sehr familiär – wie es sich eben für eine echte italienische Mama gehört. Danach ging’s auf die Festmeile direkt am Wasser. Auch ohne das Event lohnte sich der Weg. Eine schöne Wanderroute führte am See entlang. Dann auf einer Bank noch etwas die Seele baumeln lassen. Nach dem wirklich grandiosen Feuerwerk ging es zurück in den Park – Tor aufschließen und allein in „meinen“ riesigen Landschaftsgarten.

Plötzlich war alles ganz still. Die Nacht sternenklar und richtig dunkel. Gut, dass ich meine Taschenlampe im Handy dabei hatte. So kam ich die Treppen zum Schlafplatz ohne zu stolpern hoch. Vorher noch ein Abstecher auf die Toilette – keine zwei Minuten Gehzeit von meinem besonderen Outdoor Bett entfernt. Und dann bequem ausgestreckt die Stille genießen. Der Blick nach oben durchs Panoramafenster war fantastisch. Tausend Sterne blinkten zwischen den Baumwipfeln. Mit dem Rauschen der Bäume im Hintergrund konnte ich gemütlich einschlafen.

Mein Fazit: Alleinreisen lohnt sich auf jeden Fall

Alleinreisen - aber sicher!

Am nächsten Morgen begrüßte mich ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Die Ruhe im Park war weiterhin grandios. Nur der Parkangestellte, der gerade Tische und Stühle rausstellte, war zu hören. Aber Klappern gehört zum Handwerk. Er schaute etwas sparsam, als ich mit meiner Waschtasche lässig Richtung Toilette marschierte. Da sich mein Magen meldete, ging es zu einem ausgiebigen Frühstück ins Café Gleis 3. Bei reichlich Kakao, Brötchen und Aufschnitt studierte ich die weiteren möglichen Spots von sleeperoo. Denn eins muss ich ganz klar sagen: Die Entscheidung solo zu fahren war definitiv richtig gewesen. Und damit steht fest, dieses Jahr geht es noch mal alleine los. Und zwar in die Dünen!