Bezirzt auf der Ebernburg

Bloggerin Julia hat letzte Woche im sleeperoo auf der Ebernburg übernachtet und wir waren natürlich gespannt, wie es ihr dabei ergangen ist. In ihrem Blog Bezirzt geht es um Geschichten, die sich um Reisen, Mindstyle und Kultur drehen. Julia lebt in Berlin, kommt aber aus der Pfalz. Wir haben ihr 3 Fragen zur Übernachtung im sleeperoo gestellt: 

1.Was macht für dich solch eine kleine regionale Auszeit so besonders? Wie erlebt man solch einen Ort „vor der Haustüre“?

Wenn die Arbeit mal wieder stressig oder alles einfach mal wieder anstrengend ist, wirken kleine Auszeiten vor der Haustüre Wunder. Es gibt für mich nichts Besseres gegen Alltagstrott als einen kurzen Ortswechsel. Keine lange Anreise, sondern einfach in der Nähe eine besondere Unterkunft oder ein kleines Abenteuer suchen und schon sieht alles wieder schöner aus. Manchmal entdeckt man dabei Orte wieder, an denen man seit der Kindheit nicht mehr war, oder man besucht Plätze in der Umgebung zum ersten Mal, obwohl man ständig daran vorbeifährt. Die eigene Region mal durch die Augen eines Touristen zu sehen ist bereichernd, denn so erlebt man das Altbekannte ganz neu. So ging es mir auch bei unserem Besuch in Ebernburg, Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach. Ich kenne die Gegend gut, aber meinem Freund konnte ich viele Orte und Sehenswürdigkeiten zeigen, und das hat mir selbst noch mal vor Augen geführt, wie schön es hier an der Nahe ist.

2. Ihr habt ja auf der Ebernburg quasi im Mittelalter übernachtet. Was hat euch denn während dieser Zeitreise besonders beeindruckt?

Die Ebernburg ist eine wirklich beeindruckende Burg und reich an Geschichte. Immer wenn ich in die Heimat fahre und mit dem Zug an der Burg vorbeikomme, schau ich nach oben und bewundere, wie sie da so prominent über der Stadt thront. Der sleeperoo Cube befindet sich mitten im Burgkomplex und dennoch ein wenig abseits auf einer kleinen Terrasse, wo sonst keiner hinkommt. Wir haben uns so also mittendrin und trotzdem alleine gefühlt. Der Blick auf die Ortschaften, den imposanten Rotenfelsen und runter ins Tal ist einfach nur idyllisch und jetzt im Frühsommer war alles grün und üppig bewachsen. Auch wenn es leider ein wenig geregnet hat, war es im Cube richtig gemütlich und als dann der Mond aufging, war das Bild aus dem Fenster perfekt.

3. Habt ihr ein paar heiße Tipps, was man am Tag in der näheren Umgebung entdecken kann?

,Oh, da gibt es viel zu sehen! Direkt im alten Stadtkern von Ebernburg gibt es einige Wirtschaften, in denen man den regionalen Wein trinken kann, das sollte definitiv auf dem Programm stehen! Ein Spaziergang durch das Kurgebiet in Bad Münster führt vorbei an den Gradierwerken, die mit dem Solewasser für gute Luft sorgen. Ich liebe diesen salzigen Geruch und das ist richtig gut für die Atemweg! Wer etwas länger unterwegs sein will, kann eine Wanderung auf dem Rotenfelsen machen, übrigens die höchste Steilwand nördlich der Alpen, oder auf den Rheingrafenstein wandern. Von Bad Münster führt auch ein Radweg nach Bad Kreuznach immer entlang der Nahe. Hier in den teilweise wilden Wasserläufen der Nahe trainieren die Sportler im Kajak und Kanu für die Olympischen Spiele. Wer die volle Dröhnung Kurflair will, flaniert weiter bis nach Bad Kreuznach in den Schlosspark mit dem imposanten Kurhotel und gönnt sich ein Stückchen Torte in einem der Traditionscafés. Für Entspannung sorgt das Bäderhaus mit Saunen und Dampfbädern oder das Crucenia Thermalbad mit heilendem Solewasser.
Auf dem Weg in die historische Altstadt von Bad Kreuznach geht man über die Steinbrücke mit den berühmten Brückenhäusern und kann hier im Schwedischen Stehcafé ein Tässchen Kaffee trinken, bevor es weiter mit dem Stadtbummel geht.